Verfasst von Joe Ugarte
Letztes Jahr begann die Saison der Pokémon-Videospiel-Meisterschaftsserie dank Regelsatz H mit neuen Meta-Spielstrategien, darunter auch eine Gruppe Pokémon, die bei Turnieren in Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur normalerweise eher nicht zur Spitze gehörten. Da Paradox-Pokémon, meist teilnahmebeschränkte Pokémon und andere Legendäre Pokémon nicht zugelassen waren, fehlten viele der üblichen Kraftpakete der Pokémon-Videospiele, was viel Raum für die Erkundung anderer Möglichkeiten ließ. Dank der Rückkehr von Regelsatz H zu Beginn dieser Saison haben Spieler nun die Gelegenheit, sich erneut mit diesem einzigartigen Format auseinanderzusetzen. Sehen wir uns mal an, was wir dieses Mal von diesem Regelsatz erwarten können!
DAS SCHWERMETALL-TRIO STÄHLT SICH UNTER REGELSATZ H
Beim Typ Stahl handelt es sich augrund seines herausragenden defensiven Profils, welches sich reibunglos in vielerlei Team-Zusammenstellungen einfügt, um einen der wichtigsten Typen unter Regelsatz H. Gladimperio, Briduradon oder Monetigo sind Bestandteil der Mehrzahl der Teams unter Regelsatz H, da sie alle über nützliche Eigenschaften verfügen, die als starke Grundlage für ihr ganzes Team dienen.
Gladimperio sticht als eins der bedrohlichsten Set-up-Pokémon (Pokémon, die beispielsweise durch Attacken ihre Statuswerte erhöhen und sich so für den Kampf wappnen) unter Regelsatz H hervor, da es durch den Einsatz von Schwerttanz seinen Angriff stark anheben und mit seinem enormen Schadenspotenzial Druck ausüben kann. Viele Trainer erhöhen den Schaden zusehends mit dem Item Schattenbrille oder Furchttafel sowie dem Tera-Typ Unlicht, wodurch Gladimperio im Alleingang ganze Teams dezimieren kann, wenn es die Gelegenheit zur Vorbereitung hat. Gladimperio mit Schwerttanz wird normalerweise zusammen mit Pokémon wie Gortrom, Elektek und Snieboss eingesetzt, da diese ihm wertvolle Gelegenheiten zur Vorbereitung ermöglichen. Die zuvor erwähnten offensiven Items werden gelegentlich durch das Item Schutzbrille ersetzt, wodurch ausgeteilter Schaden für Immunität gegenüber den Pulver-Attacken Pilzspore und Schlafpuder eingetauscht wird. Offensivweste ist das letzte oft von Gladimperio eingesetzte Item. Es steigert seine ohnehin schon hohe Defensive und ermöglicht es ihm, direkt anzugreifen, anstatt sich zuerst auf die Vorbereitung zu konzentrieren.

Briduradon verwendet unter Regelsatz H hauptsächlich zwei Items: Offensivweste und Energiekraut. Offensivweste kommt oft zum Einsatz, wenn Briduradon Teil eines Regen-Teams ist und mit einem Pokémon wie Pelipper, das Regen erzeugen kann, kombiniert wird. Dies erlaubt es Briduradon, das volle Potenzial der Attacke Stromstrahl auszuschöpfen, die sich im Regen sofort auflädt und Briduradons Spezial-Angriff um 1 anhebt. Es verfügt zudem über die äußerst nützliche Fähigkeit Zähigkeit, die seine Verteidigung verstärkt, wenn es von Angriffen getroffen wird, was wiederum Body Press, eine weitere seiner beliebten Attacken, verstärkt. Diese Briduradon bevorzugen Tera-Typen wie Pflanze, Kampf oder Käfer, was es Partnern im Team erlaubt, mit mehrfach treffenden Attacken anzugreifen, gegen die besagte Typen resistent sind. So können sie sicher auf Briduradon zielen, wodurch seine Verteidigung sofort erhöht wird, während es nur minimalen Schaden erleidet. Das führt zu unglaublich starken Angriffen mit Body Press, da der durch diese Attacke verursachte Schaden basierend auf dem Verteidigungs-Wert des Anwenders errechnet wird. Federico Camporesi hat mit seinem Sieger-Team der Regionalmeisterschaften sowohl von dieser Strategie Gebrauch gemacht als auch von Gortrom mit Gezinkter Würfel und Kugelsaat, um Zähigkeit zu aktivieren. Trägt Briduradon Energiekraut, kann es manchmal auch unabhängig von Regen erzeugenden Pokémon funktionieren, da es dank dieses Items mit Stromstrahl sofort in der ersten Runde angreifen kann. Daraufhin setzt Briduradon Lichtkanone und Draco Meteor ein, um dem gegnerischen Team in Kombination mit einer Stellar-Terakristallisierung das Leben schwer zu machen. Diese Briduradon machen in der Regel Gebrauch von Robustheit, wodurch sie bei vollen KP jeder Attacke standhalten können. So können sie sich mehr auf ihre Initiative und ihren Spezial-Angriff konzentrieren.
Monetigo eignet sich in diesem Regelsatz-Format unglaublich gut als Set-up-Pokémon. Es kann verschiedene Items effektiv handhaben, konzentriert sich aber gewöhnlich auf seine primäre Set-up-Attacke Ränkeschmied. So kann es in nur einer Runde mit seiner Attacke Goldrausch, die mehrere Ziele trifft, das gesamte Kampffeld leerräumen. Aufgrund seines Typs verfügt es außerdem über ein sehr vorteilhaftes defensives Profil, wodurch es sich gut mit vielerlei beliebten Pokémon kombinieren lässt. Monetigo ist dank seiner Fähigkeit Goldkörper so effektiv bei der Vorbereitung, da sie es vor Status-Attacken schützt, die auf es gerichtet sind. Dadurch kann Monetigo es oft vermeiden, häufig gegen Set-up-Pokémon eingesetzten Attacken, wie etwa Zugabe, Schlafpuder, Pilzspore und Verhöhner, zum Opfer zu fallen. Monetigo kann in seiner Set-up-Strategie von vielen Items profitieren, darunter Leben-Orb, Überreste, Gras-Samen (in Kombination mit Gortrom) und Metallmantel. Manchmal fokussieren sich Trainer darauf, den von Monetigo angerichteten Schaden von Anfang an zu maximieren, indem sie ihm das Item Wahlbrille zum Tragen geben, und zwar in Kombination mit dem Tera-Typ Stahl, um Goldrausch zu verstärken.
ZWEI BÄREN MIT BISS
Ursaluna und Ursaluna (Blutmond) haben sich unter Regelsatz H gegen die Konkurrenz in Turnieren durchgesetzt und stellten im ersten Lauf entscheidende Mitglieder der Sieger-Teams dar. Obwohl sich die mit ihnen einhergehenden Strategien unterscheiden, lässt sich nicht abstreiten, dass sie beide äußerst wertvoll für viele in diesem Format spielende Turnier-Teams sind.
Ursaluna beschränkt sich auf nur eine strategische Vorgehensweise, doch diese ist dafür äußerst effektiv. Das Item Heiß-Orb aktiviert seine Fähigkeit Adrenalin, wodurch sein Angriff um das 1,5-Fache verstärkt wird, während die normale Verringerung des physischen Schadens durch die Verbrennung ignoriert und es vor anderen Statusveränderungen beschützt wird. Fassade ist eine seiner größten Stärken, denn diese Attacke richtet so viel Schaden an (aufgrund des Typen-Bonus, der Wirkung von Adrenalin und obendrein der Verbrennung, die den Schaden verdoppelt), dass sie im Prinzip jedes Pokémon besiegt, das einem Treffer nicht standhalten kann. Ursaluna verfügt außerdem über einen nützlichen Initiative-Wert für dieses Format, der es ihm ermöglicht, entweder mit minimaler Initiative das Beste aus Bizarroraum herauszuholen oder seine Initiative genug zu trainieren, sodass beim Einsatz von Rückenwind sogar die flinksten Pokémon wie Snieboss auf der Strecke bleiben. Dadurch verfügt es über viele Optionen, wenn es Teil von Teams ist, die sowohl von Bizarroraum als auch Rückenwind Gebrauch machen.

Ursaluna (Blutmond) droht mit seiner mächtigen einzigartigen Attacke Blutmond ebenfalls mit K.O.-Treffern. Die Attacke kann zwar nicht zweimal in Folge eingesetzt werden, verfügt aber über eine beeindruckende Stärke von 140. Schallwelle und Erdkräfte runden das Repertoire von Ursaluna (Blutmond) ab, da beide Attacken wesentlich zu seiner Offensive beitragen. Seine Fähigkeit Geistiges Auge ermöglicht es seinen Normal- und Kampf-Attacken, Geister-Pokémon zu treffen, wodurch es Gegnern erschwert wird, Pokémon einzuwechseln, die Schallwelle und Blutmond standhalten können. Ursaluna (Blutmond) ist etwas flexibler in seiner Item-Nutzung als sein Gegenstück. Leben-Orb und Fokusgurt helfen dabei, sein offensives Potenzial zu maximieren. Leben-Orb verstärkt in Kombination mit dem Tera-Typ Normal den von Ursaluna (Blutmond) angerichteten Schaden. Fokusgurt hingegen vereinfacht das Geschehen auf dem Kampffeld, indem es Ursaluna (Blutmond) ermöglicht, risikofreudiger vorzugehen.
Ursaluna (Blutmond) mit dem Item Offensivweste hat ebenfalls eine wichtige Nische gefunden und macht sich sowohl seine Defensive als auch seinen hohen Spezial-Angriff zunutze, um effektiv Schaden wegzustecken und auszuteilen. Offensivweste eröffnet für Ursaluna (Blutmond) einen weiteren Platz für eine Attacke, der für gewöhnlich von Vakuumwelle gefüllt wird. Diese Strategie bezieht typischerweise defensive Tera-Typen wie Elektro, Wasser und Geist mit ein. Auch Strategien, die von Überreste und Tarnumhang Gebrauch machen, verdienen eine Erwähnung, wobei Schallwelle im Rahmen dieser gewöhnlicherweise für Gähner eingetauscht wird.
DIE WIRKUNGSVOLLSTEN UNTERSTÜTZER-POKÉMON UNTER REGELSATZ H
Gortrom und Fuegro sind unter Regelsatz H noch immer zugelassen und besser als je zuvor, da sie beide über unglaubliche defensive Fertigkeiten sowie nützliche Optionen verfügen, die es ihren Teams ermöglichen, Pokémon effektiver auszutauschen.

Fuegro verlässt sich auf seine Fähigkeit Bedroher, um den Angriff vieler physische Angreifer in diesem Format zu senken. Diese Fähigkeit passt gut zusammen mit Abgangstirade und Mogelhieb, um das gegnerische Team effektiv und kontinuierlich zu stören. Flammenblitz und Abschlag sind weitere übliche Attacken Fuegros, die es ihm ermöglichen, hohen Schaden auszuteilen sowie kritische Items von anderen Pokémon zu entfernen. Fuegro kann sich viele Items wie Schutzbrille, Tsitrubeere und Offensivweste zunutze machen, um seine Effektivität hinsichtlich bestimmter eingehender Attacken zu erhöhen. Durch seinen Typ kann Fuegro in diesem Format auch gut eingetauscht werden, um sich den verschiedensten Attacken zu stellen, insbesondere denen von Monetigo.
Gortrom hat ähnliche Fertigkeiten wie Fuegro, da es mit Mogelhieb für Störung sorgen und sich mit Kehrtwende aus dem Kampf entfernen kann. Zudem ist es ihm dank seiner Fähigkeit Gras-Erzeuger möglich, das Feld zu kontrollieren, weshalb es eine andere Nische füllt als Fuegro. Gras-Erzeuger hilft dabei, die Effektivität von Teams mit Servol einzuschränken, indem es Psychofeld neutralisiert, Flächenmacht schwächt und den Schutz von Erstschlag-Attacken entfernt. Gortrom nutzt außerdem gern seinen hohen Angriff und seine gute Initiative zu seinem Vorteil, um die mächtigen Attacken Grasrutsche und Holzhammer in Kombination mit Grasfeld einzusetzen und so beträchtlichen Schaden auszuteilen.
EIN UNGEWÖHNLICHES DUO EROBERT REGELSATZ H
Famieps und Epitaff haben sich als imposantes Duo etabliert, das Gegnern das Fürchten lehrt. Famieps nutzt Prügler, um Epitaffs Zornesfaust zu verstärken, während es mit seiner Fähigkeit Freundeshut passive Schadensreduktion bietet, da diese bewirkt, dass der Schaden seiner Mitstreiter reduziert wird, solange Famieps sich auf dem Feld befindet. Seine Unterstützungsoptionen werden von der Attacke Spotlight abgerundet, durch deren Einsatz es Gegnern erschwert wird, Epitaff direkt zu treffen. Famieps trägt oft das Item Schutzbrille, um sich vor Pokémon wie Hutsassa und Papungha zu schützen, aber kann stattdessen auch einen Fokusgurt verwenden, um jeden umgelenkten Treffer, wie etwa Nahkampf von Snieboss, zumindest einmal zu überstehen. Ein Epitaff, das in Kombination mit Famieps zum Einsatz kommt, trägt normalerweise KP wiederherstellende Items wie Tsitrubeere oder Überreste, um nach der Vorbereitung noch länger standhalten zu können. Dieses Duo stellt für viele Teams eine echte Bedrohung dar und erfordert eine flexible Strategie, um mit ihr klarzukommen.
DAS DUO, DAS BALANCE-TEAMS DEFINIERT

Dragoran und Snieboss waren schon oft Bestandteil vieler starker Teams unter Regelsatz H, da sie aufgrund diverser Faktoren wie Rollen-Kompression, offensive Abdeckung und Beständigkeit im Kampf überaus gut zusammenpassen. Durch ihre Vielfältigkeit treten diese Pokémon häufig in sogenannten „Balance-Teams“ auf, die es bevorzugen, ihre Optionen offen zu halten und Pokémon einzusetzen, die mehrere verschiedene Rollen einnehmen können, ohne dabei zu abhängig voneinander zu sein. Dragoran ist eines der besten Drachen-Pokémon unter Regelsatz H. Dank seiner Fähigkeit Multischuppe kann es mit vollen KP fast jeden Angriff überstehen, wodurch es sicher Rückenwind einsetzen kann, um sein Team zu unterstützen, oder etwa Schuppenschuss, um an gegnerischen Pokémon zu zehren, während es seine eigene Initiative erhöht. Dragoran wird oft Dunkelnebel beigebracht, um Statuswert-Senkungen zu annullieren und Teams dazwischenzufunken, deren Gewinnstrategien auf Statuswert-Erhöhungen setzen. Snieboss schlägt sich besonders gut in Kombination mit Dragoran, da es Mogelhieb einsetzen kann, um sich mehr Runden im Kampf zu sichern, sowie Coaching, um Dragorans Angriff und Verteidigung zu erhöhen. Außerdem kann es mit Unheilsklauen und Nahkampf angreifen, um die Feen- und Stahl-Typen zu neutralisieren, die sonst normalerweise sicher vom Gegner eingewechselt werden würden, um Schuppenschuss entgegenzuwirken. Zudem trägt Snieboss oft das Item Fokusgurt, was bedeutet, dass eine Attacke unabhängig von ihrer Stärke und ohne einen zweiten Angriff oder eine weitere Schadensquelle Dragoran vermutlich nicht besiegen wird und Snieboss definitiv nicht besiegen kann, sodass eines der beiden Pokémon im Stande sein sollte, anzugreifen.
ALLES ZUM WETTER IN REGELSATZ H
Die Wettereffekte Sonne, Regen, Schnee und Sandsturm haben sich unter Regelsatz H alle als wirkungsvoll erwiesen, was selbst bei Regionalmeisterschafts-Formaten sehr selten ist. Beim Wetter handelt es sich um eine der einflussreichsten Feld-Veränderungen in Pokémon-Kämpfen und Regelsatz H wartet mit einer großen Vielfalt an Pokémon auf, die Wetter erzeugen können oder von bestimmten Wettereffekten profitieren.
Sonnen-Teams verlassen sich häufig auf Papungha, das dank seiner Fähigkeit Chlorophyll schnell Schlafpuder einsetzen kann sowie vielseitige Unterstützung durch Attacken wie Wutpulver, Sonnentag, Zugabe und Rückenwind bietet. Qurtel ist bei Weitem das beliebteste Pokémon, das Sonnenlicht erzeugen kann, und bevorzugt oft eine strategische Kombination aus dem Item Fluchttasche und der Attacke Hitzekoller, um stärkeren sonnenbasierten Angreifern wie Glurak und Hisui-Tornupto den Weg in den Kampf zu ebnen. Teams dieser Art verfügen außerdem oft über ein starkes Boden-Pokémon, welches von Papungha komplementiert wird. So beinhaltete das Team von Marco Silva, dem Champion der lateinamerikanischen Internationalmeisterschaften, beispielsweise ein Ursaluna, welches mit der mächtigen Attacke Erdbeben angriff, während es von Papungha unterstützt wurde.

Teams, die sich Sandsturm zunutze machen, wurden unter den Wetter-Teams ursprünglich am wenigsten eingesetzt, doch gewannen kürzlich mit der Rückkehr von Regelsatz H an Beliebtheit. In diesen Teams fungiert Despotar als das hauptsächliche Wetter erzeugende Pokémon und trägt für gewöhnlich das Item Offensivweste, um seine ohnehin schon beeindruckende Spezial-Verteidigung auf erstaunliche Höhen zu bringen, wodurch es sich gut zum Einwechseln gegen andere Wetter-Teams eignet. Sandsturm-Teams nutzen üblicherweise Stalobor als Haupt-Angreifer, da es mit dem Tera-Typ Stellar sowie den Attacken Eisenschädel, Erdbeben und Pferdestärke viel Druck ausüben kann. Der Einsatz von Erdbeben mag in Kombination mit Despotar zunächst kontraintuitiv klingen, aber nach einer einfachen Terakristallisierung zum Typ Flug kann Despotar Seite an Seite mit Stalobors Erdbeben sicher mehrmals Steinhagel verwenden, um gegnerischen eingewechselten Pokémon maximalen Druck zu machen. Sandsturm ist zwar nicht der am häufigsten benutzte Wettereffekt, kann aber nichtsdestotrotz eine große Bedrohung darstellen.
Auch Regen hat es als Wettereffekt in sich und es gibt zwei starke Pokémon, die ihn erzeugen können und ganz besondere Teamzusammenstellungen unter Regelsatz H ermöglichen. Bei diesen handelt es sich um Pelipper und Quaxo, die jeweils mit einzigartigen Eigenschaften aufwarten. Pelipper bietet seinen Partnern mehr offensiven Nutzen und Zugang zu Rückenwind, während sich Quaxo mit Attacken wie Eissturm, Abgesang und Zugabe vorrangig auf die Unterstützung konzentriert. Teams mit Pelipper setzen oft Salmagnis ein, das mit seiner mächtigen Attacke Wellentackle, die durch Regen verstärkt wird, großen Druck ausübt und sich dann mit Letzte Ehre den Sieg holt. Das erfolgreichste Regen-Team mit Quaxo wurde von Wolfe Glick eingesetzt, als er die Regionalmeisterschaften in Toronto gewann. Dieses Team fokussierte sich auf die Kombination von Abgesang mit Morbitesse und beinhaltete außerdem ein weiteres besonderes Pokémon: Seedraking mit der Fähigkeit Wassertempo und dem Item Leben-Orb. Zudem ist Briduradon ein wichtiges Standbein in jedem Regen-Team und nutzt besagten Wettereffekt zu Gunsten seiner einzigartigen Attacke Stromstrahl.
Schnee funktioniert ganz anders als andere Wettereffekte. Alola-Vulnona ist das einzige zulässige Pokémon, das Schnee erzeugen kann, und nutzt diesen primär zur Aufhebung anderen Wetters und weniger, um offensiven Mitstreitern einen Vorteil zu verschaffen. Das heißt jedoch nicht, dass Alola-Vulnona aus dem Schnee keinen Nutzen zieht, denn dieser ermöglicht seiner Attacke Blizzard, mit 100-prozentiger Genauigkeit zu treffen, und schaltet zudem den Einsatz von Auroraschleier frei, um den von seinem Team erlittenen Schaden zu reduzieren. Und als wäre das noch nicht genug, wird die Verteidigung von Eis-Pokémon bei Schnee erhöht, wodurch Alola-Vulnona überraschend robust wird und Treffer überstehen kann, von denen es normalerweise besiegt werden würde. Da der vom ihm erzeugte Wettereffekt generell nicht störend ist und nach wie vor reichlich Flexibilität beim Ein- und Auswechseln erlaubt, passt Alola-Vulnona perfekt in Balance-Teams.
DIE UNTERSTÜTZER MIT RÜCKENWIND UNTER REGELSATZ H
Unter Regelsatz H ist die Kontrolle der Initiative wichtiger denn je und Pokémon mit der Attacke Rückenwind im Repertoire bereiten offensive Partner darauf vor, sofort Druck auf gegnerische Teams auszuüben. Elfun und Fiaro nehmen diese Rolle bei Weitem am konsistentesten ein und nutzen Rückenwind mit erhöhter Priorität, um ihren Mitstreitern sofort dabei zu helfen, schneller zu sein als Bedrohungen von der Gegner-Seite. Solange Fiaro über volle KP verfügt, ermöglicht seine Fähigkeit Orkanschwingen nicht nur den Einsatz von Rückenwind mit höherer Priorität, sondern gewährt auch anderen Flug-Attacken wie Sturzflug und Doppelflügel einen Erstschlag. Im Vergleich zur verbreiteteren Fähigkeit Strolch, die ausschließlich Status-Attacken Priorität gewährt, weist Orkanschwingen also sowohl einen Vorteil als auch einen Nachteil auf, da Fiaro die Priorität von Rückenwind verliert, sobald es Schaden erleidet. Zudem hat Fiaro Zugang zur Attacke Irrlicht, die unheimlich nützlich ist, um die Effektivität physischer Angreifer zu reduzieren. Elfun ist ein weiteres Pokémon mit der Attacke Rückenwind, das sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreut, da es dank Strolch auch anderen Status-Attacken den Erstschlag gewährt. Zugabe, Verhöhner und Trugträne sind alle auf einzigartige Weise nützlich und ermöglichen es Elfun, seinen Fokus auf die Störung der gegnerischen Züge zu richten oder den durch seine Partner angerichteten Schaden zu erhöhen, anstatt selbst anzugreifen.
EINE KURZE ÜBERSICHT ÜBER REGELSATZ H
In der Saison 2025 gab es weltweit zwölf Live-Events, bei denen Regelsatz H galt, darunter auch ein internationales Event, nämlich die lateinamerikanischen Internationalmeisterschaften im November. Im Folgenden findest du in chronologischer Reihenfolge eine kurze Auflistung der Teams, die in jedem Turnier gewonnen haben, einschließlich eines schnellen Überblicks zur jeweiligen Team-Aufstellung und deren Relevanz für die Meta-Spielstrategien.
Regionalmeisterschaften in Baltimore
Champion: Nicholas Morales

Pelipper

Salmagnis

Briduradon

Famieps

Fuegro

Hutsassa
Dieses Team konzentrierte sich darauf, von Briduradons Fähigkeit Zähigkeit Gebrauch zu machen, indem Famieps Briduradon mit Mäuseplage angriff, um Briduradons Body Press zu verstärken. Die Bedeutsamkeit dieses Sieges bestand darin, das enorme Stärkepotenzial von Regen-Teams mit Briduradon aufzuzeigen und darüber hinaus die Erkundung neuer Möglichkeiten anzukurbeln, wie man mit Serien-Attacken sein eigenes Pokémon angreifen kann, um Zähigkeit zu aktivieren.
Regionalmeisterschaften in Dortmund
Champion: Davide Miraglia

Knakrack

Trikephalo

Monetigo

Pixi

Epitaff

Elfun
Obwohl dieses Team nach den aktuellen Standards für Meta-Spielstrategien unter Regelsatz H nicht mehr das neueste ist, erlaubte es Monetigo seinen ersten großen Sieg unter besagtem Regelsatz. Monetigo mit einem Pokémon in den Kampf zu schicken, das Spotlight einsetzte, stellte sicher, dass Monetigo effektive Set-up-Runden hatte. Diese Team-Aufstellung diente als Sprungbrett für spätere Entwicklungen von Teams, die auf Rückenwind setzten.
Regionalmeisterschaften in Joinville
Champion: Gabriel Agati

Knakrack

Dragoran

Alola-Vulnona

Gladimperio

Fuegro

Hutsassa
Dieses Team etablierte die Stärke und Flexibilität von Alola-Vulnona in Balance-Teams, indem es auf eine einzigartige Strategie zurückgriff, die das Item Wahlbrille involvierte. Dies ermutigte andere Turnierspieler dazu, Alola-Vulnona aus einem neuen Licht zu betrachten und zu erwägen, die oft eingesetzte Attacke Auroraschleier gegen andere unterstützende Attacken wie Zugabe einzutauschen oder sich mit Items wie Leben-Orb gänzlich auf die Offensive zu fokussieren.
Regionalmeisterschaften in Lousville
Champion: Andrew Zheng

Knakrack

Monetigo

Snieboss

Fuegro

Hutsassa

Porygon2
Bei diesem Team handelte es sich um einen der ersten Auftritte des mittlerweile äußerst beliebten Konzepts, das ein Pokémon vom Typ Boden mit Porygon2, Fuegro und Hutsassa kombiniert. Diese Zusammenstellung ebnete den Weg für zukünftige Abwandlungen und ermöglichte Snieboss seinen ersten großen Sieg, nachdem es im Laufe der ersten paar Turniere öfter eingesetzt wurde.
Regionalmeisterschaften in Lille
Champion: Nils Dunlop

Stalobor

Despotar

Snieboss

Servol (männlich)

Krarmor

Magmar
Die Kombination aus Stalobor und Despotar wurde vor diesem Sieg nicht oft verwendet, doch ihr Einsatz in diesem Team bewies, dass Regen- und Sonnen-Teams nicht die einzigen wetterorientierten Teams sind, die sich gut schlagen können. Diese besondere Herangehensweise an die Meta-Spielstrategien ermutigte andere dazu, archetypische Muster seither genauer unter die Lupe zu nehmen.
Regionalmeisterschaften in Gdańsk
Champion: Federico Camporesi

Pelipper

Salmagnis

Briduradon

Gortrom

Elektek

Gladimperio
Dieses Team entwickelte den Regen-Archetyp weiter und nutzte ein einzigartiges Gortrom mit dem Item Gezinkter Würfel und der Attacke Kugelsaat, um Briduradons Zähigkeit zu aktivieren. Außerdem war dies der erste große Sieg von Gladimperio mit Schwerttanz, wodurch es bewies, dass es wahrlich das Zeug zum Gewinner hat.
Lateinamerikanische Internationalmeisterschaften (LAIC)
Champion: Marco Silva

Qurtel

Papungha

Glurak

Ursaluna

Porygon2

Fuegro
Dieses Team etablierte, dass viele Teams Wetter definitiv zu ihrem Vorteil nutzen können, und es nutzte das mächtige Duo aus Porygon2 und Ursaluna in Kombination mit dem offensiven Einsatz von Sonnenlicht, um sich viele Optionen offenzuhalten und schon bei der Team-Vorschau Druck auszuüben. Sowohl dieses Team als auch das andere Finalisten-Team setzten Ursaluna unter Rückenwind ein, was daraufhin zum wichtigen Meta-Trend wurde.
Regionalmeisterschaften in Sacramento
Champion: Carson Confer

Fiaro

Ursaluna (Blutmond)

Servol (männlich)

Snieboss

Fuegro

Elektek
Der besondere Einsatz eines männlichen Servols (unter vielen Spielern als „Psyspam“ bekannt, obwohl dieser Begriff über andere Definitionen verfügen könnte) in diesem Team kreierte einen unglaublich mächtigen Archetyp, der mit der Weiterentwicklung der Meta-Spielstrategien nur noch besser wurde. Der Sieg dieses Teams etablierte die Wettbewerbsfähigkeit dieser Strategie und resultierte darin, dass der Einsatz von Snieboss und Servol (männlich) in vielen sich gut schlagenden Teams der Regionalmeisterschaften erkundet und weiterentwickelt wurde.
Regionalmeisterschaften in Stuttgart
Champion: Eden Batchelor

Dragoran

Ursaluna (Blutmond)

Monetigo

Snieboss

Fuegro

Hutsassa
Dieses Team arbeitete weiter an der Entwicklung von Balance-Teams unter Regelsatz H und zeigte, wie stark Ursaluna (Blutmond) mit dem Item Offensivweste und die damit einhergehende neue Herangehensweise an das Konzept des Balance-Teams sein konnten. Dieser Sieg führte zum Aufkommen weiterer Teams, die von einem Fundament aus Dragoran, Ursaluna (Blutmond) und Monetigo Gebrauch machten – eine Kombination, die auch als „DUG“ bekannt ist (basierend auf den Initialen der englischen Pokémon-Namen) und sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.
Regionalmeisterschaften in Perth
Champion: Oliver Ramsay

Dragoran

Ursaluna (Blutmond)

Monetigo

Snieboss

Fuegro

Hutsassa
Als erstes und einziges Beispiel, bei dem eine identische Team-Aufstellung zwei Meisterschaften in Folge für sich entscheiden konnte, verfestigte dieser Sieg die Beständigkeit und Stärke des neuen DUG-Kerns, was zu einer Menge Meta-Entwicklung um den effizienten künftigen Umgang mit diesem Team-Konzept führte.
Regionalmeisterschaften in Toronto
Champion: Wolfe Glick

Quaxo

Seedraking

Briduradon

Morbitesse

Fuegro

Hutsassa
Diese besondere Herangehensweise an ein Regen-Team war alles andere als erwartet und zeigte, dass nicht oft eingesetzte Regen-Pokémon wie Quaxo und Seedraking sich unter Regelsatz H als äußert wertvoll erweisen können. In diesem Team stand Morbitesse im Mittelpunkt, welches als Hauptmethode genutzt wurde, um anderen Wetter-Teams die Kontrolle über das Wetter abzugewinnen und zu verhindern, dass gegnerische Pokémon Quaxos Abgesang entkommen.
DIE ZUKUNFT VON REGELSATZ H: DAS ERWARTET DICH
Regelsatz H hat immer wieder unter Beweis gestellt, dass viele Strategien und Archetypen wertvoll sind und sich in jedem Turnier gut schlagen können. Es handelt sich um ein Format, das nicht zu zentralisiert ist, was bedeutet, dass viele Ideen zum Sieg führen können, obwohl es bestimmte Pokémon und Kombinationen gibt, die in Turnieren wiederholt eingesetzt werden.
Halte Ausschau nach unerwarteten oder interessanten Wegen, wie alteingesessenen Pokémon im Kampf neues Leben eingehaucht werden kann, denn selbst heute experimentieren Trainer weiterhin mit einzigartigen Strategien und fordern so heraus, was als Norm für bestimmte etablierte Pokémon angesehen wird. Die lateinamerikanischen Internationalmeisterschaften diesen November werden eines der fesselndsten Formate von Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur sicherlich auf unterhaltsame Weise zu feiern wissen!
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Joseph Ugarte arbeitet Vollzeit als Content Creator und Teilnehmer an Videospiel-Turnieren. Er tritt seit 2017 bei Turnieren an und hat es bei Internationalmeisterschaften drei Mal unter die Top 4 sowie bei Weltmeisterschaften zwei Mal in die Top-Cut-Runden geschafft. Zudem hat er zwei Mal Regionalmeisterschaften gewonnen und dort auch oft weitere hohe Platzierungen erreicht. Er arbeitet leidenschaftlich gern mit der Community zusammen, damit das Spiel weiter wachsen kann.