Zehn Tipps zum Fangen von Legendären Pokémon

Seltenen und mächtigen Legendären Pokémon zu begegnen, ist eine der aufregendsten Seiten jedes Pokémon-Abenteuers, und in Pokémon Ultrasonne und Pokémon Ultramond kannst du dir mehr Legendäre Pokémon schnappen als in jedem anderen Pokémon-Videospiel! Sie alle zu fangen ist eine spannende Herausforderung, also solltest du dir etwas Zeit nehmen, um dich darauf vorzubereiten.

Hier sind einige wichtige Faktoren, die beim Fangen von Pokémon eine Rolle spielen: die Art des Pokémon, das du zu fangen versuchst, seine verbleibenden KP, etwaige Statusprobleme, von denen es betroffen ist, und die Art des Pokéballs, den du verwendest.

Wir werden dir hier zeigen, wie du aus diesen Faktoren das meiste herausholen kannst. Außerdem kann es viel mehr Spaß machen, beim Fangen eines Pokémon taktisch vorzugehen, als es einfach anzugreifen und Hyperbälle nach ihm zu werfen. Der Großteil dieser Kniffe ist auf Fangversuche aller Pokémon anwendbar, also solltest du sie auf deinen Abenteuern immer im Hinterkopf behalten.



Reise durch die Ultrapforte

Es ist ziemlich knifflig, ein Pokémon zu fangen, das du noch nie gesehen hast! Der erste Schritt besteht also darin, das Legendäre Pokémon deiner Wahl ausfindig zu machen. Bevor du diesen unglaublichen Wesen jedoch begegnen kannst, musst du den Großteil deines Abenteuers abschließen. Die Legendären Pokémon, die in der Alola-Region beheimatet sind, können dir auf den verschiedenen Inseln begegnen, also sieh dich überall um! Ein guter Anhaltspunkt sind die jeweiligen Ruinen, die sich auf den Inseln befinden.

Die Legendären Pokémon, die nicht aus der Alola-Region stammen, können nur auf der anderen Seite der Ultrapforte gefunden werden. Sobald du in deinem Abenteuer weit genug vorangeschritten bist und den Ultra-Warp freigeschaltet hast, kannst du auf dem Rücken von Solgaleo oder Lunala durch die Ultrapforte reisen.

Deine Reise beginnt am Sonnenkreis-Podium (in Pokémon Ultrasonne) oder am Mondscheiben-Podium (in Pokémon Ultramond), wo du einen leuchtenden Riss findest. Von dort aus kannst du durch die Ultrapforte treten, in der du Solgaleo oder Lunala den Weg weist. Unterwegs wirst du zahlreiche Warp-Löcher entdecken, die dich in die unterschiedlichsten Welten führen. Wenn du sie betrittst, kannst du auf Pokémon stoßen, die nicht in der Alola-Region anzutreffen sind, inklusive Legendärer Pokémon und Ultrabestien!

Warp-Löcher haben verschiedene Farben und leuchten unterschiedlich stark. Die Farbe der Warp-Löcher bestimmt die jeweilige Welt, in die sie führen, während sich hinter grelleren Warp-Löchern mit höherer Wahrscheinlichkeit Legendäre Pokémon aufhalten. Jedes Legendäre Pokémon kannst du dabei nur in einer bestimmten Welt antreffen. Selbst, wenn du kein Legendäres Pokémon findest, ist die Chance auf eine Begegnung mit einem Schillernden Pokémon in den grell leuchtenden Warp-Löchern erhöht. Du musst weit reisen, um die interessantesten Warp-Löcher zu erreichen, also solltest du unterwegs genügend orangefarbene Kugeln einsammeln, um deine Geschwindigkeit zu erhöhen, und den elektrisierenden Hindernissen aus dem Weg gehen.


Setze mit Synchro auf das richtige Wesen

Du kannst jeweils nur ein Exemplar eines Legendären Pokémon fangen, also solltest du besonders darauf achten, dass es zu den Strategien passt, die du ausgeklügelt hast. Glücklicherweise musst du dir keine Gedanken um die Fähigkeiten von Legendären Pokémon machen und ihr volles Potenzial kannst du jederzeit mit dem Super-Spezialtraining ausschöpfen. Der einzige Knackpunkt ist das Wesen, das sich später nicht mehr ändern lässt.

Es gibt keine Garantie dafür, dass ein Legendäres Pokémon, dem du begegnest, über ein bestimmtes Wesen verfügt, aber wenn du ein Pokémon mit der Fähigkeit Synchro (wie zum Beispiel Abra, das du in Hauholi City findest) an der Spitze deines Teams platzierst, kannst du die Chancen darauf erhöhen. Dieses Pokémon sollte über die Fähigkeit Synchro und das Wesen verfügen, das du dir für das Legendäre Pokémon wünschst (keine Sorge, dieser Effekt tritt auch dann in Kraft, wenn das Pokémon an der Spitze kampfunfähig wurde). Wenn du kein Pokémon fangen kannst, das über das gewünschte Wesen verfügt, kannst du versuchen, so lange Eier auszubrüten, bis das richtige Pokémon daraus schlüpft.


Schwäche Gegner vorsichtig

Sobald der Kampf beginnt, besteht dein nächstes Ziel darin, die KP deines Gegenübers so weit wie möglich zu senken. Je mehr KP Pokémon verlieren, desto einfacher wird es, sie zu fangen. Sei jedoch vorsichtig mit Attacken, die deinen Gegner mit einem Volltreffer auf die Bretter schicken oder ein unerwünschtes Statusproblem bei ihm hervorrufen könnten.

Am sichersten ist es, Attacken zu verwenden, die eine vorhersehbare Schadensmenge austeilen. Superzahn und Naturzorn eignen sich für einen guten Start in den Kampf, da sie Schaden in Höhe der Hälfte der gegnerischen KP anrichten. Du kannst sogar Schaden in Höhe von 75 % der KP deines Gegners verursachen, wenn du die exklusive Z-Attacke der Kapu-Pokémon, Alolas Wächter, einsetzt! Die Attacken Nachtnebel und Geowurf richten Schaden an, der dem Level des Anwenders entspricht – sie stellen also ebenfalls großartige Möglichkeiten dar, um berechenbaren Schaden auszuteilen.

Aber du musst trotzdem vorsichtig sein, denn all diese Attacken können das gegnerische Pokémon irgendwann besiegen. Die beste Methode, um die KP deines Gegners bis auf das Minimum zu senken, stellen Trugschlag oder Zurückhaltung dar. Keine dieser Attacken wird bei deinem Gegner jemals zu einem K.O. führen, was dir ermöglicht, ihre KP risikolos auf 1 zu reduzieren. Mit der TM54, die du bereits am Anfang deines Abenteuers erhältst, kannst du vielen Pokémon ganz einfach Trugschlag beibringen. Stelle also vor dem Kampf sicher, dass eines der Pokémon in deinem Team diese Attacke beherrscht!


Schicke sie ins Land der Träume

Eine weitere Möglichkeit, die Chancen auf einen erfolgreichen Fangversuch zu erhöhen, besteht darin, beim gegnerischen Pokémon ein Statusproblem auszulösen. Nicht alle Statusprobleme tragen hierzu gleichermaßen bei, also solltest du dir Gedanken darüber machen, welche du anwendest. Pokémon, die schlafen oder eingefroren wurden, lassen sich einfacher fangen als solche, die nur unter Vergiftung, Paralyse oder Verbrennung leiden. Es ist nicht einfach, wilde Pokémon gezielt einzufrieren, weshalb du dich darauf konzentrieren solltest, sie in Schlaf zu versetzen.

Die verlässlichste Methode, um das zu tun, besteht in der Attacke Pilzspore. Paras, Parasek, Knilz, Tarnpignon, Hutsassa, Bubungus und Lamellux erlernen sie durch Levelaufstieg, während du sie einem Farbeagle durch seine Attacke Nachahmer beibringen kannst. Wenn du kein Pokémon suchen willst, das über Pilzspore verfügt, versuch es stattdessen mit Gähner, Schlafpuder, Todeskuss, Hypnose, Grasflöte, Gesang oder Schlummerort – diese Methoden sind allerdings weniger treffsicher. Wenn du keine Möglichkeiten hast, um ein Pokémon in Schlaf zu versetzen, probier es mit Paralyse durch Donnerwelle (TM73, zu finden im Malihe-Ziergarten).

Leider gibt es auch hier einen Haken, denn einige Legendäre Pokémon lassen sich von diesen Attacken nicht beeindrucken. Auf Pokémon vom Typ Pflanze, wie Kapu-Toro oder Viridium, haben Puder-Attacken wie Schlafpuder oder Pilzspore keine Wirkung. Elektro-Pokémon können nicht paralysiert werden und Boden-Pokémon wie Demeteros lässt Donnerwelle kalt. Es ist vermutlich am einfachsten, im Fall dieser Gegner auf Attacken wie Gesang oder Hypnose auszuweichen, aber wenn du wirklich bei Donnerwelle oder Pilzspore bleiben willst, kannst du diese Immunitäten aufheben, indem du zuvor Überflutung auf deinen Gegner anwendest.


Bilde Pokémon gezielt als Helfer aus

Angesichts der großen Zahl an Legendären Pokémon in Pokémon Ultrasonne und Pokémon Ultramond erscheint es sinnvoll, ein oder zwei Pokémon gezielt zu trainieren, um dir beim Fang anderer Pokémon zur Hand zu gehen. Am besten scheint sich hierfür wohl Farbeagle zu eignen, das du in seltenen Fällen auf Route 2 antriffst, denn es kann mithilfe von Nachahmer vier Attacken deiner Wahl erlernen.

Hier findest du einige Attacken, die du in Betracht ziehen solltest:

  • Naturzorn oder Superzahn, um Gegner zu schwächen

  • Trugschlag oder Zurückhaltung, um die gegnerischen KP aufs Minimum zu senken

  • Attacken, um den Gegner in Schlaf zu versetzen (vorzugsweise Pilzspore)

  • Überflutung, um deinen Pokémon den Einsatz von Pilzspore gegen Pflanzen-Pokémon und von Trugschlag, Zurückhaltung sowie Superzahn gegen Geister-Pokémon zu ermöglichen

  • Gesichte und Schnüffler erlauben es deinen Pokémon ebenfalls, Gegner vom Typ Geist mit Trugschlag, Zurückhaltung und Superzahn zu treffen

  • Heilblockade und Verhöhner können Gegner daran hindern, mit Attacken ihre KP wiederherzustellen


Horte Pokébälle

Mit Hyperbällen ist man zumeist gut beraten, wenn man ein Pokémon fangen möchte, doch andere Pokébälle können sich in bestimmten Situationen als wirksamer erweisen. Für welche Art von Ball du dich letztlich auch entscheidest, hab stets reichlich davon im Gepäck.

Netzbälle sind wirksamer gegen Käfer- und Wasser-Pokémon als Hyperbälle und stellen somit eine ausgezeichnete Wahl im Kampf gegen Kyogre, Palkia, Suicune und Kapu-Kime dar. In Ohana lassen sie sich zudem nahezu so günstig erstehen wie Hyperbälle.

Timerbälle können ebenfalls in Ohana zu einem vernünftigen Preis erworben werden. Zu Beginn eines Kampfes sind sie zwar fast wirkungslos, aber du solltest von ihnen Gebrauch machen, wenn du dich durch ein langwieriges Gefecht quälen musst. Stehst du dem gegnerischen Pokémon nämlich schon ein gutes Dutzend von Runden erfolglos gegenüber, erweisen sich Timerbälle als effektiver Weg, das Kräftemessen zu beenden.

Bei der letzten Art von Pokébällen, an die du problemlos gelangst, handelt es sich um den Finsterball, der auf Route 8 erstanden werden kann. Diese Bälle entfalten ihre Wirkung vor allem in Höhlen oder draußen bei Nacht. Bedenke jedoch, dass ihr Effekt bei Tageslicht verpufft.


Zaubere den passenden Ball aus dem Ärmel

Den richtigen Zeitpunkt für den Einsatz seltenerer Pokébälle zu bestimmen, ist alles andere als leicht, doch welche Gelegenheit würde sich besser eignen als Kämpfe gegen Legendäre Pokémon? Manche der seltensten Bälle verschaffen dir gegenüber Legendären Pokémon den größten Vorteil.

Turbobälle erweisen sich als effektiv gegen die zahlreichen flinken Legendären Pokémon. Sie entfalten ihre Wirkung nämlich nicht nur gegen Kapu-Riki oder Mewtu mit ihren ausgezeichneten Initiative-Werten, sondern auch gegen Kobalium, Entei, Demeteros, Latios und viele weitere.

Großgewachsene Legendäre Pokémon sind perfekte Angriffsziele für Schwerbälle. Dialga, Giratina, Groudon, Heatran und Regigigas sind am anfälligsten für Schwerbälle, doch diese speziellen Bälle schneiden auch gegen mehr als ein Dutzend weiterer Legendärer Pokémon besser ab als Hyperbälle.


Geh sparsam mit deinen Meisterbällen um

Mit einem Meisterball gelingt dir der Fang eines jeden Pokémon unter Garantie, doch gleichzeitig handelt es sich dabei auch um den seltensten Pokéball überhaupt. Das heißt zwar nicht, dass es nur ein Exemplar davon gibt (einen zusätzlichen Meisterball erhältst du, wenn du dein Spiel vor dem 29. Januar 2018 beim Pokémon Global Link registrierst oder dir das Glück bei einer Verlosung besonders hold ist), aber du solltest es trotzdem unter allen Umständen vermeiden, deinen Meisterball ohne Bedacht einzusetzen.

Hüte dich davor, deinen Meisterball gegen Solgaleo oder Lunala einzusetzen, da sich die beiden leichter fangen lassen als die meisten anderen Legendären Pokémon. Selbst Necrozma lässt sich noch verhältnismäßig leicht fangen, sodass du dir deinen Meisterball lieber für schwerer zu fassende Pokémon wie Mewtu, Giratina oder Xerneas aufheben solltest.


Eine gute Vorbereitung ist das A und O

Bevor du dich auf die Suche nach Legendären Pokémon begibst, solltest du dich jedoch nicht nur mit Pokébällen eindecken, sondern auch mit Belebern und Items zur Wiederherstellung der KP deiner Pokémon. Ansonsten erreichst du mit deinem Team recht bald deine Grenzen, denn diese Legendären Pokémon sind unfassbar stark.

Items zur Wiederherstellung von AP sind schwieriger aufzutreiben als solche, mit denen sich KP auffüllen lassen, da Äther und Elixiere nicht im Pokémon-Supermarkt angeboten werden. Du kannst dir jedoch ohne großen Aufwand eine quasi unerschöpfliche Quelle an AP anlegen, indem du Jonagobeeren im Pokémon-Resort anbaust.

Lass auch die getragenen Items deiner Pokémon nicht außer Acht. Gib etwa das Item Überreste dem Pokémon zum Tragen, das sich auf dem Kampffeld befindet, während du Pokébälle wirfst. So kann es länger bei Kräften bleiben, wenn das Ziel wiederholt entwischt. Solltest du über ein Pokémon verfügen, dessen einzige Aufgabe im Einsatz von Trugschlag oder Zurückhaltung besteht, könnte es von einem Wahlband oder Seidenschal profitieren, um den Schaden zu erhöhen.


Hol dir Unterstützung von Rotom

Dein Rotom-Pokédex kann dir gegen besonders anspruchsvolle Pokémon ebenfalls eine große Hilfe sein.

Die speziellen Items, die du über den Rotomaten erhältst, verfügen über eine Vielzahl an mächtigen Effekten. Wenn du es auf Legendäre Pokémon abgesehen hast, solltest du insbesondere nach Fangbons Ausschau halten. Hebe sie dir am besten extra für diese Gelegenheit auf. Die Wirkung vergleichbarer Items, z. B. KP- oder AP-Bons, ist zwar weniger überwältigend, doch sie können dir in langwierigen Kämpfen dennoch von großem Nutzen sein.



Wir wünschen dir abschließend viel Erfolg beim Fang der Legendären Pokémon und hoffen, dass du dein Abenteuer in Alola nach Herzenslust genießt. Wenn du dich für mehr Artikel und Analysen zum Pokémon-Sammelkartenspiel, den Videospielen sowie Turnieren interessierst, schau auf Pokemon.de/Strategie vorbei.

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