20. Nov. 2020

Lerne den Regisseur und Regieassistenten von Pokémon: Zwielichtschwingen kennen

Für unser abschließendes Interview mit dem Kreativteam sprechen wir mit Shingo Yamashita und Yo Watanabe über die Entwicklung dieser Zeichentrickserie.

Für unser viertes und letztes Interview mit dem Kreativteam von Pokémon: Zwielichtschwingen fragen wir Regisseur Shingo Yamashita und Regieassistent Yo Watanabe nach den Gedanken, die in ihre Arbeit eingeflossen sind – und nach geheimen Geschichten hinter den Kulissen der Produktion.


F: Können Sie als Direktor und stellvertretender Direktor von Pokémon: Zwielichtschwingen jeweils genau erklären, wie Ihre Arbeit im Kontext des Produktionsprozesses aussah?

Yamashita: Der Direktor legt die Leitprinzipien für die Arbeit fest. Einfach ausgedrückt: Meine Aufgabe ist es, den Mitarbeitern zu vermitteln, wie die Dinge gemacht werden sollen, und dann dafür zu sorgen, dass die Arbeit entsprechend verläuft. Wenn ich gute Anweisungen gebe und die Dinge gut ausgehen, gibt es für mich im Grunde nichts zu tun – je weniger Arbeit ich also mache, desto besser läuft es. Ich bin aber so ziemlich die ganze Zeit beschäftigt, also bedeutet das wohl, dass ich noch eine Menge lernen muss. (Lacht.)

Watanabe: Meine Aufgaben als Regieassistent sind etwas schwierig zu erklären. Je nach Art der Arbeit oder dem Stil des Regisseurs, mit dem ich arbeite, verändern sie sich sehr. Aber ich tue eine Reihe von Dingen, z. B. aktualisiere ich den Arbeitsfortschritt und ich gebe Anweisungen für jeden Abschnitt. In der Praxis jedoch kann Herr Yamashita gleichzeitig mehrere Aufgaben verrichten und so ziemlich alles machen, sodass ich meistens versuche, so viel wie möglich von ihm zu lernen.

F: Ich habe gehört, dass Sie beim Bildmaterial sehr wählerisch sind, Herr Yamashita. Kommt das von Ihrer Erfahrung als Animator?

Yamashita: Das tut es. Im Allgemeinen korrigieren Regisseure gewöhnlich kein Bildmaterial oder Ähnliches. Aber da ich selbst als Animator tätig war, möchte ich mich am Ende wirklich engagieren und schon bei der Überprüfung der Keyframes [wichtige Bildanimationen, die den Beginn oder das Ende eines Übergangs markieren] helfen.

F: Können Sie mehr über die Überprüfung von Keyframes erklären?

Yamashita: In den meisten japanischen Animationsstudios beginnt der Prozess heutzutage damit, Layouts zu erstellen und Rohfassungen von Keyframes zu zeichnen. Dann werden die allgemeinen Bildkompositionen festgelegt und grobe Pläne für Bewegung und Platzierung erstellt. Dann überarbeitet der Animationsregisseur das Bildmaterial und gibt es an die Animatoren zurück, und das Endergebnis, das sie produzieren, ist eine Reihe von Keyframes (die auch als sekundäre Keyframes bezeichnet werden können). Dann werden die für Produktion und Animation zuständigen Regisseure diese Frames überprüfen und in Videoform bringen, woraufhin die Farben aufgetragen werden. Sobald dies die Videobühne erreicht hat, gehen wir im Allgemeinen zu keiner der vorherigen Phasen zurück, es ist also eine Art Punkt ohne Wiederkehr. An diesem Punkt überprüfen die Leute auf der Regisseurebene generell, ob es keine Fehler gibt, und geben dann grünes Licht. Aber in meinem Fall habe ich selbst in diesem späten Stadium noch Ideen, also füge ich kleine Dinge hinzu und gebe mir einfach immer noch mehr Arbeit... (Lacht.)

F: Ist das in den ersten sechs Folgen so gelaufen?

Yamashita: Meine Rolle hat sich im Allgemeinen auf die Leitung der Handlung beschränkt. Neben mir arbeiten vier weitere Regisseure an dieser Serie, deshalb lasse ich sie jeweils ihre eigenen Folgen bearbeiten. Bei denjenigen, für die ich nicht verantwortlich bin, habe ich mich relativ zurückhaltend verhalten – oder vielmehr habe ich den Stil der anderen Regisseure hervorgehoben. Aber ich habe die Folgen 1, 4 und 7 beaufsichtigt, also habe ich für diese alle möglichen Anpassungen bis zur letzten Minute vorgenommen, wie ich es normalerweise tue.

F: Wenn ich mir die Kommentare auf YouTube und anderswo ansehe, habe ich das Gefühl, die Fans bemerken die ganze Sorgfalt, die Sie in die Serie gesteckt haben.

Yamashita: Nun, es gibt immer noch so etwas wie zu pingelig zu sein. (Lacht.) Aber ich kann nicht anders, als besonders sorgfältig mit der Kunst umzugehen, und so lande ich oft bis zum Ende ganz tief drin. Man kann in Folge 5 sehr viel von dem Stil des Regieassistenten Watanabe sehen – sowohl der Schreibestil als auch die Darstellung haben viel positives Feedback erhalten.

Watanabe: Ich habe vielleicht Erfahrung darin, Regie zu führen, was auf der Leinwand passiert, aber im Gegensatz zu Herrn Yamashita zeichne ich nicht. Also habe ich dem Animationsteam einfach meine Absichten und Anweisungen mitgeteilt, und sie haben diese auf wunderbare Weise zum Leben erweckt. Sie haben so gute Arbeit geleistet, dass es für mich am Ende nicht viel zu korrigieren gab. Das ist alles dem Animationsteam zu verdanken.

F: Kannten Sie schon vorher Pokémon? Haben Sie Lieblings-Pokémon oder besonders einprägsame Pokémon-Geschichten?

Yamashita: Pokémon Rot und Pokémon Grün (siehe Hinweis) kamen heraus, als ich in der ersten oder zweiten Klasse war. Ich gehöre also zu der Altersgruppe, die sie damals gekauft, gespielt und darin vertieft hat. Ich erinnere mich noch an den Abschnitt, nachdem man zuerst die Top Vier aus Kanto geschlagen und dann gegen seinen Rivalen gekämpft hat. Zu diesem Zeitpunkt hat sich das Taubsi, das er zu Beginn hatte, zu Tauboga und dann zu Tauboss entwickelt, und die Pixelbilder von Tauboss sehen viel größer aus. Und dann hört man Tauboss‘ Schrei über der dramatischen Musik für diesen letzten Kampf. Ich konnte fast fühlen, wie der Wind mein Haar zurückwehte. (Lacht.) Ich bin sicher, dass Tauboss gar nicht so groß ist, aber ich erinnere mich, dass mir die Kombination aus der Musik und seinem Schrei riesig vorkam.

Ich wollte wirklich diese reinen, kindlichen Gefühle in diesen Showdown zwischen Dynamax-Pokémon, der in Folge 7 von Zwielichtschwingen stattfindet, einfließen lassen. Ich erinnere mich auch daran, dass ich in der Safari [Zone] kein Tauros fangen konnte. (Lacht.) Alle meine Freunde haben eins gefangen, aber ich konnte es nicht. Ich erinnere mich, dass ich weinte, als ich nach Hause ging, um weiterzuspielen, aber am Ende habe ich keins gefunden. Es flossen einige ernsthafte Tränen! (Lacht.) Pokémon Rot und Pokémon Grün sind mir dank solcher Geschichten am meisten ans Herz gewachsen.

Hinweis: In Japan waren die ursprünglichen Pokémon-Spiele, die für den Game Boy veröffentlicht wurden, Pokémon Rot und Pokémon Grün. Pokémon Blau folgte später, im Gegensatz zu anderen Regionen, in denen Pokémon Rot als Paar mit Pokémon Blau eingeführt wurde.

Watanabe: Ich gehörte der gleichen Altersgruppe an, die von der ersten Generation an zu spielen begann. Ich habe einen älteren Bruder, der Pokémon Rot hatte, und ich hatte Pokémon Grün. Das gab mir von Anfang an die Möglichkeit, andere Menschen kennenzulernen. Irgendwann musste ich auf eine neue Schule wechseln, und es hat mir geholfen, dass auch an meiner neuen Schule alle über Pokémon sprachen. Außerdem brauchte man damals ein Link-Kabel, richtig? Ich erinnere mich, dass es eine große Sache war, eins zu haben.

Yamashita: Ich erinnere mich auch daran! Ich hatte nie eins.

Watanabe: Nach der Schule ging ich zum Haus eines Freundes, die Eltern gaben uns ein paar Snacks, und wir schlossen das Kabel an und tauschten Pokémon ... Zu der Zeit haben wir wahrscheinlich versucht, Simsala und Machomei zu bekommen.

Yamashita: Wow, das bringt mich zurück!

Watanabe: Pokémon sind definitiv auch für einige lange Nächte gemacht. (Lacht.)

F: Lassen Sie mich mehr über Zwielichtschwingen fragen. Formatmäßig handelt es sich um eine Art Zusammenstellung von Kurzgeschichten. Hat es ein übergreifendes Thema oder eine Idee?

Yamashita: Die Grundidee bestand darin, dass Tommy und John, die kleinen Jungs im Krankenhaus, im Mittelpunkt des Geschehens stehen sollten, um dann am Ende den faszinierenden Arenaleitern kurze Augenblicke im Rampenlicht zu geben. Wir wollten jeder Folge einen anderen Regiestil geben, und ich denke, jede der ersten sechs Folgen hat in der Tat ihren eigenen Stil.

Nehmen Sie zum Beispiel Folge 5. Es ist schwieriger, die Emotionen von Olivia im Vergleich zu dem, was wir in früheren Folgen gesehen haben, zu erfassen. Sie hat eine komplexe Hintergrundgeschichte, deshalb war es extrem schwierig, eine bewegende, aber leicht nachvollziehbare Geschichte um sie herum aufzubauen. Aber wir hatten die starke Vision, eine Geschichte zu schaffen, die den Fans beim Ansehen ein Gefühl vermittelt, auch wenn sie nicht ihre ganze Hintergrundgeschichte offen darlegt. Regieassistent Watanabe hat diese Idee auf spektakuläre Weise zum Leben erweckt, daher denke ich, dass wir diese Idee als großen Erfolg werten können. (Lacht.)

Für die Geschichte von Hop und Wolly in Folge 3 haben wir einen absichtlich komischeren Stil gewählt, den ich persönlich nicht oft wähle – etwas, das der Art und Weise, wie die Pokémon-TV-Serie normalerweise inszeniert wird, etwas näher kommt. Ich war der Meinung, dass eine sonnigere und idyllische Atmosphäre perfekt für die Darstellung von Hops Charakter wäre, und von allen Folgen, die wir geplant hatten, schien mir Folge 3 eine gute Gelegenheit, die Atmosphäre der Serie um diese neue, leichtere Dimension zu erweitern. Auf diese Weise gäbe es auch dann, wenn es ernst wird oder man nur flüchtig erahnen kann, wie grausam die Welt sein kann, immer noch eine Art warmen, behaglichen Ort.

Wir haben die Charaktere John und Tommy, die krank sind und nicht an Pokémon-Kämpfen teilnehmen können, geschweige denn sich vorstellen können, wie ihre Zukunft aussehen könnte, und mein Ziel war es, dass in Folge 3 die Geschichten von John und Tommy im Vergleich noch stärker hervorstechen. Ich wollte, dass das Bildmaterial und der Schnitt dieser Folgen die Natur, die Perspektiven und die Werte in den jeweiligen Geschichten dieser Charaktere konkret darstellen. Hop ist der jüngere Bruder des Champs, und das mag seine Kindheit in mancher Hinsicht schwierig machen, aber er scheint nie in Frage zu stellen, dass er Trainer wird und es seinem großen Bruder gleichtun wird. Folge 3 beginnt damit, dass Hop fernsieht, genau wie die Jungs in Folge 1, aber mit einer helleren Hintergrundmusik, einer anderen Farbpalette und Sonnenlicht, das einfällt und den ganzen Raum erhellt. Diese Art von Kontrast hatten wir im Hinterkopf, als wir die Folgen 1 und 3 erstellten.

F: Ich gehe also davon aus, dass Sie sehr darauf geachtet haben, dass die verschiedenen Teile der Geschichte als Ganzes betrachtet in irgendeiner Weise miteinander verbunden sind?

Yamashita: Ja, absolut. Das ist ein Teil dessen, was das Format der Serie so interessant macht – man kann nicht die Gesamtform erkennen, wenn man nur einen Teil sieht, oder besser gesagt, es gibt Elemente, die man nicht versteht, wenn man jede Folge einzeln betrachtet. Deshalb wollten wir die Teile auf jeden Fall alle miteinander verbinden.

F: Jede Folge konzentriert sich auf eine andere Figur, aber Krarmor und das Flugtaxi erscheinen jedes Mal. Sind ihre Auftritte dazu gedacht, die Serie miteinander zu verbinden?

Yamashita: Die Idee, Krarmor und das Flugtaxi als eine Möglichkeit erscheinen zu lassen, die Welt von Galar in Verbindung zu halten, entstand bereits im Planungsstadium. Wir benutzten sie als einen Schwerpunkt, als wir die Handlung zum ersten Mal schrieben. Später in den Drehbuchbesprechungen bauten wir auf dieser Idee auf, indem wir uns für ein Muster entschieden, bei dem der Pilot des Taxis den Hauptdarsteller der Folge so etwas wie „Wo möchten Sie hin?“ und „Was bringt Sie an einen Ort wie diesen?“ fragen und der Darsteller antworten würde.

F: Die neuen Charaktere John und Tommy sind sehr interessant. Was war Ihnen bei ihrer Gestaltung wichtig?

Yamashita: Ich gehöre zu der Art von Menschen, die dazu neigen, ziemlich enttäuscht zu sein, wenn in Zeichentrickserien, die auf bereits existierenden Werken basieren, Charaktere eingeführt werden, die im Original nicht vorkamen.

Es kann für die Zuschauer anfangs durchaus erschütternd sein, wenn plötzlich Charaktere auftauchen, die nicht im Grundwerk vorkamen. Und da wir bei Zwielichtschwingen mit Laufzeiten von etwa fünf Minuten arbeiten, haben wir die Art und Weise, wie wir normalerweise Charaktere entwickeln, irgendwie aufgegeben. (Lacht.) Normalerweise nehmen Charaktere erst dann Gestalt an, wenn sie Gelegenheit zum Sprechen hatten oder einige ihrer Umstände festgestellt wurden. Da wir in dieser Hinsicht eingeschränkt waren, war es schwierig, alles über John und Tommy zu vermitteln, wie ihr Gemüt und ihre Beziehung zueinander.

Um das zu umgehen, haben wir es so arrangiert, dass Folge 6 die Dinge, die in Folge 1 festgelegt wurden, erfüllen würde, und dann würde Folge 7 etwas aus Folge 6 abschließen, und so weiter. Deshalb gibt es selbst in dieser Phase (Anmerkung: Dieses Interview fand vor der Veröffentlichung von Folge 6 statt) noch vieles über die Charaktere von John und Tommy, was noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist. Wir haben es so eingerichtet, in der Hoffnung, etwas Geheimnisvolles zu schaffen, damit man die Antwort erhält und denkt: „Darum ging es also!“ Wir konnten nicht viel Zeit zwischen der Phase der Scripterstellung und dem Entwurf des anfänglichen Drehbuchs in Anspruch nehmen, sodass wir, als es darum ging, herauszufinden, wie wir ihre Charaktere verfeinern konnten, einige Teile Schritt für Schritt ausarbeiten konnten.

F: Gibt es unter den bisher veröffentlichten Folgen irgendwelche Regie-Leckerbissen, die das Publikum noch nicht bemerkt hat, oder Insider-Geschichten, über die Sie uns etwas erzählen können?

Watanabe: Die Leute schienen fast alles mitbekommen zu haben, was ich eingebracht habe. (Lacht.)

Yamashita: (Lacht.) Es gibt bestimmte Aspekte meines Ansatzes, die ich selbst nie in Worte gefasst habe, die mir aber durch die Reaktion des Publikums bewusst wurden, und das war sehr interessant. Aber so etwas macht mich sehr glücklich. Es gibt definitiv Strukturen, die ich aufbaue, ohne mir dessen bewusst zu sein. Es gibt einige Aspekte der Arbeit, die ich nicht ausdrücklich vorstellen wollte, sondern die mir einfach natürlich oder offensichtlich erschienen. Es gibt Zeiten, in denen diese instinktiven Richtungen sehr gut passen, und solche Momente genieße ich wirklich.

Regisseure stellen sich viele Ideen auf einer unbewussten Ebene vor, und diese grundlegenden Visionen sind unverzichtbar, auch wenn sie nie in Worte gefasst werden. Ich glaube, meine Lieblingsmomente sind, wenn Fans diese Ideen aufgreifen. Herr Watanabe, Sie haben eine Menge Ideen in Folge 5 eingearbeitet, nicht wahr? Ich habe das Gefühl, dass zum Beispiel die Art und Weise, wie Sie die Szene mit Pantifrost inszeniert haben, ziemlich gut gelungen ist.

Watanabe: Ja – obwohl das damit begann, dass ich einfach Pantifrost in die Folge bringen wollte ... (Lacht.) Aber wir haben es dazu gebracht, einen Stepptanz aufzuführen, der die Gefühle von Olivia nachspielte.

Yamashita: Das war großartig!

Watanabe: Ich möchte nicht zu viel sagen, denn das würde den Spaß verderben, aber da die Gesamtlänge und die einzelnen Aufnahmen ziemlich kurz sind, haben wir versucht, in jeder Aufnahme einige Pokémon oder einen Charakter aus den Spielen auftauchen zu lassen. Vielleicht waren wir ein wenig verspielt, aber wir wollten auch versuchen, so viele dieser Auftritte wie möglich einzufügen, um die Fans glücklich zu machen. Schauen Sie, wen Sie finden können!

F: Der Rückblick auf die Serie mit einem Auge für solche Dinge ist Teil des Spaßes, nicht wahr?

Yamashita: Es ist so, dass es völlig in Ordnung ist, in einer Szene von Folge 4 über Dinge zu sprechen, wie zum Beispiel, dass sich in einer Szene in Folge 4 ein einziges Dito in einem Lusardin-Schwarm versteckt. Aber ich möchte lieber nicht über Teile sprechen, die tief mit der Geschichte verbunden sind, da sie sich dann übertrieben anfühlen würden. (Lacht.)

F: Würden Sie es vorziehen, wenn die Leute diese Punkte der Geschichte selbst durch wiederholtes Anschauen aufgreifen?

Yamashita: Ehrlich gesagt, es ist völlig in Ordnung, wenn man sie nie aufgreift. Das gehört irgendwie zum Thema von Zwielichtschwingen: Wir wollten es so gestalten, dass man der Geschichte folgen kann, auch wenn man einige Dinge verpasst hat, aber man kann auch eine andere Ebene darunter sehen, wenn man alles aufschnappt.

F: Können Sie uns etwas über die Höhepunkte der letzten Folge erzählen, auf die wir uns freuen können?

Yamashita: Es ist schwer, über Höhepunkte zu sprechen, ohne zu viel zu verraten, aber ich versuche es. Ich denke, spannende Pokémon-Kämpfe sind ein wichtiger Anziehungspunkt der Pokémon-TV-Serie, aber Zwielichtschwingen hat sich nicht so sehr auf Kämpfe konzentriert. Auch wenn John ein großer Fan von Delion ist, haben wir uns bewusst dafür entschieden, Kämpfe nicht in den Mittelpunkt zu stellen. John ist sicherlich an diesen Kämpfen interessiert und möchte sie sich persönlich ansehen, aber dieser Wunsch ist nicht erfüllt worden. In Folge 7 könnte ein Höhepunkt sein, dass John am Ende tatsächlich einen Kampf im Stadion aus nächster Nähe zu sehen bekommt, und es ist ein Kampf mit einer neuen Qualität ... eine sehr heftiger Kampf.

F: Und was ist mit Ihnen, Herr Watanabe?

Watanabe: Oh, ich stimme Herrn Yamashita zu. Ich würde es vorziehen, wenn jeder Folge 7 einfach für sich selbst sehen würde. (Lacht.)

Yamashita: Ich hoffe, jeder kann Johns Traum direkt neben ihm im Stadion erleben! Man kann die wilden Ausmaße von Leons Dynamax-Kampf aus nächster Nähe spüren!

Watanabe: Es fühlt sich wie ein passender Abschluss an. Ich denke, die meisten der Charaktere, die die Menschen lieben, treten auch auf.

Yamashita: Stimmt. Das ist auch ein Höhepunkt!

F: Und Sie, Herr Yamashita?

Yamashita: Von Anfang an wollte ich Zwielichtschwingen zu einem so starken Werk machen, dass Pokémon-liebende Fans in der Lage wären, sich so darin zu vertiefen, wie sie möchten, und Dinge sehen, die vielleicht nicht einmal wirklich da sind. Ich möchte, dass es eine Serie wird, die für Menschen, die Pokémon lieben, am wirkungsvollsten ist.

Ich hoffe, dass das, was wir geschaffen haben, Menschen, die emotional engagiert sind, den ganzen Weg bis in die tiefsten Tiefen sehen und es auf einer anderen Ebene genießen können. Bitte genießt es bis zum Ende.


Über Shingo Yamashita
Shingo Yamashita ist ein japanischer Animationsregisseur. Er wurde am 28. Juli 1987 geboren.

Sein Bekanntheitsgrad stieg nach seiner Arbeit an Serien wie
Naruto: Shippuden und Birdy the Mighty: Decode stark an. Er beherrscht die Erstellung digitaler Animationen mit Flash und kann auch Prozesse wie Fotografie übernehmen sowie Dingen den Feinschliff geben. Derzeit ist er als Regisseur bei Studio Colorido tätig.



Über Yo Watanabe
Yo Watanabe ist ein japanischer Animationsproduzent und Regisseur. Er wurde am 3. Mai 1988 geboren.

Er war Regieassistent bei
Penguin Highway. Derzeit ist er im Studio Colorido tätig.



Über Studio Colorido
Studio Colorido ist das in Japan ansässige Animationsstudio, das hinter Zwielichtschwingen steckt.

Ziel des Studios ist es, ihr digitales Kunstwerk durch die Erstellung von Spielfilmen in voller Länge voranzubringen, aber auch eine führende Position bei Werbespots und Kurzfilmen einzunehmen, da sie sich der Herausforderung stellen, eine neue Nachfrage nach Animationsfilmen anzuregen. Ihr erster abendfüllender Animationsfilm
Penguin Highway, der 2018 in die Kinos kam, wurde im Rahmen der 42. Verleihung der Japan Academy Film Prize mit einem Award of Excellence in der Kategorie Animation ausgezeichnet. Ihr zweiter abendfüllender Spielfilm, A Whisker Away, ist jetzt erhältlich.


Denke daran, dass du dir alle sieben Folgen von Pokémon: Zwielichtschwingen sowie die neue besondere Folge Pokémon: Zwielichtschwingen – Die Zusammenkunft der Stars auf Pokémon-TV ansehen kannst – hier auf Pokemon.de oder der Pokémon-TV-App – oder auf dem offiziellen Pokémon-YouTube-Kanal.

Lies unbedingt alle unsere Interviews mit dem Kreativteam von Pokémon: Zwielichtschwingen!


Interview zu Pokémon:
Zwielicht­schwingen
(Teil 1): Mizutamari Higashi, Illustrator

Interview zu Pokémon:
Zwielicht­schwingen
(Teil 2): Sou Kinoshita, Drehbuchautor

Interview zu Pokémon:
Zwielicht­schwingen
(Teil 3): Conisch, Komponist

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