08. Mai 2019

Die Stars der Premiere von POKÉMON Meisterdetektiv Pokémon

Wir sprechen mit Ryan Reynolds, Justice Smith und Kathryn Newton über den Live-Action-Pokémon-Blockbusterfilm!

Der mit großer Spannung erwartete Film POKÉMON Meisterdetektiv Pokémon feierte vor Kurzem in Tokio, Japan, Premiere und die Stars des Films beschritten vor Tausenden von Menschen den roten Teppich ... nun ja, eigentlich war es ja ein gelber Teppich, und zwar in der Zickzackform von Pikachus Schweif! Es war eine wilde Szene – Prominente, kostümierte Pokémon-Fans und Kinobesucher versuchten dicht gedrängt, einen Blick auf den Cast des heiß erwarteten Films zu erhaschen.

Wir hatten das Glück, uns mit den Stars des Films unterhalten zu dürfen, bevor sie sich der Menschenmenge präsentierten. Wir trafen uns mit Justice Smith und Kathryn Newton, die die (menschlichen) Hauptdarsteller des Films, Tim Goodman und Lucy Stevens, spielen, sowie mit der englischen Stimme von Meisterdetektiv Pikachu selbst, Ryan Reynolds. Genauso begeistert, wie sie uns über den Film erzählten, erzählten sie auch über ihre Begeisterung für Pokémon! Lies weiter, um mehr über ihre Erlebnisse beim Filmen von POKÉMON Meisterdetektiv Pokémon zu erfahren.


Justice Smith und Kathryn Newton

Pokemon.com: Im Film ist Pikachu Tims Pokémon-Partner und Enton ist Lucys Pokémon-Partner. Aber wenn ihr in der echten Welt ein beliebiges Pokémon als Partner haben könntet, welches würdet ihr wählen?

Justice Smith: Ich meine, Pikachu ist natürlich ikonisch, aber mein Lieblings-Pokémon – meine erste Wahl – ist Karnimani. Er war in Pokémon Gold mein Starter-Pokémon. Auch seine Entwicklungen sind echt cool – Tyracroc und Impergator – und Wasser-Pokémon gehören zu meinen Lieblings-Pokémon-Typen.

Kathryn Newton: Also, Enton und ich sind uns im Laufe der fünfmonatigen Filmaufnahmen einfach so nah gekommen, dass ich wirklich nicht glaube, dass ich irgendjemand anderes wählen könnte. Vor dem Film wäre es vielleicht ein Coiffwaff gewesen, denn das ist das Pudel-Pokémon und ich liebe Pudel. Ich habe im echten Leben Pudel und würde gerne sehen, ob sie sich vertragen würden. Wäre das nicht cool? Kannst du dir das vorstellen? Wie ich in den Straßen von LA mit meinen Hunden und meinem Coiffwaff spazieren gehe?

Pokemon.com: Wo wir schon mal bei dem Band sind, das Menschen mit ihren Pokémon verbindet, eine Sache, die uns am Film aufgefallen ist, ist, dass er einige wirklich heftige emotionale Szenen enthält. Wie war das für euch als Schauspieler, wenn ihr eure Gefühle in solch zarten Momenten mit diesen computeranimierten Pokémon ausdrücken musstet?

Justice: Manchmal ist das nicht leicht, weil es schwer sein kann, mit etwas zu schauspielern, das nicht da ist, aber der Regisseur des Films, Rob Letterman, hat uns jede Befangenheit genommen und darauf geachtet, dass wir immer genau wussten, wo die Pokémon gerade waren. Und als Schauspieler ist es ja auch unsere Aufgabe, unsere Fantasie mitspielen zu lassen. Es ist unsere Aufgabe, imaginäre Situationen so echt wie möglich zu vermitteln. Ich meine, Kathryn macht das praktisch schon seit vor ihrer Geburt – uns wurde beigebracht, wie man Dinge echt erscheinen lässt.

Kathryn: Das war ja gerade das, was bei diesem Film so viel Spaß machte. Wir konnten wirklich unsere Fantasie einsetzen. Wir schauspielerten mit nichts, aber wir kennen Pokémon. Wir wissen, wie sie sind. Wir kennen ihre Persönlichkeiten, und weil wir mit Pokémon groß geworden sind – den Zeichentrickfilmen, den Videospielen – wollten wir einfach nur unser Allerbestes geben.

Wir fühlten alle eine wirklich große Verantwortung gegenüber der Pokémon-Fangemeinde und hoffen, dass die Fans, die den Film sehen, das so empfinden, wie ich es mir erträume. Nämlich so, wie wenn ich mir wünschte, dass Enton echt ist, und dann ist es noch besser, als ich es mir vorgestellt hatte.

Pokemon.com: Ihr beide seid eindeutig Pokémon-Fans und das schon seit einiger Zeit. Gibt es irgendwelche Pokémon, mit denen ihr gerne im Film zusammengearbeitet hättet?

Justice: Es gibt einige Pokémon im Film, mit denen ich einfach keine Szenen hatte, wie z. B. Relaxo. Ich hätte sehr gern mit Relaxo zusammengearbeitet. Lass mich mal nachdenken ...

Kathryn: Ich hätte Karnimani gesagt.

Justice: Karnimani! Ja, das wäre wirklich cool gewesen. Es einfach rumtragen. Oder Piepi!

Kathryn: Es wäre cool gewesen, mit Glurak zu arbeiten. Ich weiß nicht, wie das wäre.

Justice: Siehst du, ich weiß es!

Kathryn: Stimmt! Das kann ja nicht viel ...

Justice: Doch, hat es! Es hat so viel Spaß gemacht!

Kathryn: Ich meine, das ist aber nicht die Art von Zusammenarbeit, die ich gewollt hätte. Ich möchte eine harmonische Zusammenarbeit, wo wir uns treffen und einen Kaffee trinken.

Pokemon.com: Im Film erleben wir die gesamte Geschichte von Tim und Meisterdetektiv Pikachus Beziehung, und wie sie Partner werden, aber wir erfahren wirklich nicht viel über Lucys Vorgeschichte. Gab es hinter den Szenen dazu irgendwelche Diskussionen, Kathryn, oder hattest du eine mentale Idee von Lucys Hintergrund?

Kathryn: Viel von dem, das die Darstellung von Lucy im Film ausmacht, habe ich unserem fantastischen, brillanten Regisseur Rob Letterman zu verdanken. Es war alles aus dem Skript ersichtlich. Ich habe ihren Charakter sofort verstanden, ich wusste, wer sie ist. Ich habe mich in Lucys Wärme und ihre Liebe für Pokémon verliebt. Sie ist in Ryme City – sie ist in einem neuen Land, das wir nie zuvor gesehen haben, und deswegen ist die Vorgeschichte, die ich mir ausgedacht habe, dass sie ein Mädchen ist, das in Ryme City mit Pokémon aufgewachsen ist, und dass sie fast so was wie eine Tierschützerin ist. Und ich das habe ich dann einfach weitergeführt und wir haben die Figur gemeinsam entwickelt. Und dann, als ich Justice traf und er Tim zum Leben erweckte, konnte ich Lucy noch genauer definieren.


Ryan Reynolds

Pokemon.com: Kommen wir auf den Punkt – Sie sind ein ziemlich gut aussehender Kerl.

Ryan Reynolds: Na, danke!

Pokemon.com: Aber wir fragen uns, ob Sie wohl Angst haben, dass Meisterdetektiv Pikachu Sie in Sachen Aussehen überschatten wird.

Ryan: Das stört mich nicht. Das stört mich einfach überhaupt nicht. Ja, ich würde sagen, dass die zwei Figuren, die ich bisher in meinem Leben gespielt habe, die mir am meisten Vergnügen bereitet haben, beide erfordern, dass ich mich hinter einer ziemlich bröckligen Fassade verstecke. Eine davon ist ein Pokémon-Charakter und der andere Deadpool. Ja, ich liebe es. Das sind gute Jobs, wenn man sie kriegen kann.

Pokemon.com: Wenn wir schon mal bei diesem Punkt sind, dem Schauspielern hinter einer Maske oder durch eine Computeranimation, dieser Film hat ein paar überraschend emotionale Momente. Wie war das, seine Gefühle durch dieses winzige, flauschige Pokemon auszudrücken?

Ryan: Da habe ich eine zweiteilige Antwort. Erstens muss man sich einen solchen Film ansehen und sich fragen, „Okay, wenn ich die fantastische Welt der Pokémon weglasse und die Geschichte einfach so erzähle, funktioniert sie auch dann noch?“ Und das tut sie. Sie besteht mit Glanz und Gloria. Sie hat diese universell nachvollziehbaren Themen von Liebe und Verlust und Zuhause und Vätern und Söhnen und Geheimnissen, und sie funktioniert großartig.

Und dann zweitens, wenn noch diese andere wunderbare, fabelhafte dynamische Lage dazukommt, die der Pokémon-Kultur, mit einem eigenen Universum und ihren Fans, kann man verstehen, warum es so ikonisch und schon seit zwei Jahrzehnten ein weltweites Phänomen ist. Wenn man das alles reinbringt, hat man wirklich etwas ganz Besonderes.

Und hinsichtlich der Dramatisierung und dem Hinüberbringen dieser Geschichte, die technologischen Möglichkeiten zur Bewegungserfassung, die es heute gibt – ich meine, da hat sich sogar einiges geändert, seitdem ich Deadpool 2 filmte. Ich habe Juggernaut in Deadpool 2 gespielt, was nur eine kleine Rolle mit Bewegungserfassung war, aber dies hier ist geradezu – die mappen nicht nur die Bewegungen deines Gesichts und Körpers und stecken sie in Meisterdetektiv Pikachu. Sie erfassen jetzt auch meine Gesichtsausdrücke auf Mikroebene, was zu den schwierigsten Dingen gehört, die man nachahmen und auf eine Computeranimation übertragen kann.

Es war super verstörend, als ich es zum ersten Mal sah. Es fühlte sich wirklich so an, als ob jemand meine Seele aus meinem Körper gezogen und sie in Meisterdetektiv Pikachu gesteckt hätte. Ich hatte eine Minute lang dieses „Uncanny Valley“-Gefühl, wo ich nicht allzu lange hinsehen konnte, weil es so war, als ob ich mich selbst sehe. Es war ein sehr merkwürdiges Ding, aber dadurch wurde es leicht, Gefühle auszudrücken, denn es kann sogar die kleinsten, winzigsten Bewegungen des Gesichts erfassen, im Vergleich zu diesen grandiosen, wie es noch vor nur zwei Jahren war.

Pokemon.com: Das ist jetzt kein Spoiler – wir haben das schon im Trailer gesehen – aber im Film hat Meisterdetektiv Pikachu eine Begegnung mit Mewtu, das eins der mächtigsten Pokémon überhaupt ist. Das ist alles in diesem einen Film! Wie könnte Meisterdetektiv Pikachu das noch übertreffen?

Ryan: Das weiß ich nicht so genau. (lacht) Ich meine, wenn es jemals ein Universum gab, das sich filmisch ausbauen lässt, dann ist es das Pokémon-Universum. Es ist in gewissem Sinne wie Star Wars. Es gibt unendliche Möglichkeiten, verschiedene Geschichten zu erzählen, die Welt ist so dynamisch und kompliziert. Ich weiß, dass sie ein paar Sachen vorgeschlagen haben, die ich wirklich, wirklich interessant fand. Ideen, die so interessant sind, dass ich mir fast wünschte, dass wir sie im ersten Film schon hätten machen können, aber wir werden sehen!



Vielen Dank an Justice, Kathryn und Ryan, dass sie sich die Zeit genommen haben, mit uns während der wilden – und hektischen! – Filmpremiere zu reden. Und verpass nicht deine Chance, sie in Aktion zu sehen, wenn POKÉMON Meisterdetektiv Pokémon am 9. Mai in den Kinos anläuft!

Zurück zum Seitenanfang